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Aus dem Koma erwacht
Es war als würde Coud durch einen endlos langen Schacht fallen, ohne irgendeine Ahnung, wann er das Ende erreichen würde. Ein unbekannter Druck lag auf seinem Körper, als hätte er einen Stein darauf(...)

zur Episode


Nick - HP 18.06.2017, 22:01 Uhr
Hey! :) Ja, da hast du recht. Aber ich glaube man wird immer nach mehr Zeit fragen, weil es nie genug Zeit gewesen wäre. Bei dir soweit alles gut? :)
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Saphira - HP 19.05.2017, 13:52 Uhr
Heyho x3 Dürfte ich bitten, einmal UnH umlinken zu lassen? Danke dir! :D
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Sabritt - HP 07.05.2017, 20:46 Uhr
Täysikuu baut um - es ist nun keine reine staffelseite mehr
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Nya - 19.04.2017, 19:50 Uhr
Süß gemacht :)
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KevKev - 19.04.2017, 10:07 Uhr
Wünsche euch Hasen auch frohe Ostern
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Momo - HP 17.04.2017, 10:09 Uhr
ich wünsche dir frohe Ostern <3
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peterdikens - HP 11.04.2017, 07:20 Uhr
hello
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Lini - HP 03.04.2017, 21:55 Uhr
Huhu Afiilein! <3 Wollte bescheit geben das ich wieder zurück bin!!! <3 <3
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Reika - 24.03.2017, 09:01 Uhr
♥
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Reika - HP 22.03.2017, 20:26 Uhr
Sie haben Post. :>
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Aus dem Koma erwacht

Es war als würde Coud durch einen endlos langen Schacht fallen, ohne irgendeine Ahnung, wann er das Ende erreichen würde. Ein unbekannter Druck lag auf seinem Körper, als hätte er einen Stein darauf liegen und hinderte ihn daran sich aufzusetzen oder gar nur den Kopf anzuheben. Schwer atmete er tief ein und aus, roch den widerlichen Geruch von verbrannten Fleisch und verkohltem Holz. Schreie waren zu hören, immer in einer anderen Lautstärke echoten sie in der Dunkelheit. Ab und an hörte Coud seinen Namen, aber wenn er versuchte seinen Kopf in die Richtung zu drehen aus der diese Stimme kam, so verstummte diese augenblicklich und man hörte sie von woanders.
Ren, dachte er und sah vor sich ihr wunderschönes schmales Gesicht, welches vom Feuer verschlungen wurde, nachdem ein Dolch aus Silber ihren Leib durchbohrt hatte. Die Tränen, die ihm über das Gesicht rollten, flogen nach oben hinauf, so als wäre ihnen die Schwerkraft egal. Wie glitzernde Sterne schwebten sie empor und verblassten in der Dunkelheit. Was war geschehen... Er konnte sich nur noch erinnern, wie seine Frau von einer Fremden mit einem Dolch verletzt wurde und sie im Begriff war Ren ins Feuer zu werfen. Als er nach seiner Frau und seinem Sohn schrie und sein Körper gelb aufleuchtete, wurde er von mehreren kleinen Nadeln durchbohrt. Danach wusste er nichts mehr. Er verspürte den Wunsch tot zu sein, bei seiner kleinen Familie zu sein, die ihm alles bedeutete. War er deswegen hier, weil er tot war... Wurde seine Seele in den Himmel gefahren... Nein eher in die Hölle, dort gehörte er auch hin! Er konnte nur seine eigene Haut retten und das gerade noch so mit Hilfe zweier Hexen, deren Konturen verblassten, sobald er versuchte sich an ihre Gesichter zu erinnern. Aber das war nicht mehr wichtig für ihn! Er wurde gerettet während Ren im Feuer um kam genau wie sein Sohn. Er dachte an den kleinen Säugling, gerade einmal ein Laib Brot groß und seine Augen tränten bei dem Gedanken wie kurz das Leben Rowens gewesen war.
Nein, Nein, NEIN, schrie er qualvoll und versuchte sich aufzusetzen, doch diese unglaubliche Schwerkraft zwang ihn liegen zu bleiben und sich weiter nach unten tragen zu lassen. Er schluchzte laut auf, schrie klagend warum das Geschehen war und er so bestraft wurde, verfluchte sich, da er ihnen nicht helfen konnte, verfluchte die die nur ihn gerettet hatten und verfluchte Gott für diese harte Strafe.
‚Nicht einmal meinen Sohn hast du verschont, dachte er frustriert, ‚was habe ich falsch gemacht, dass du mir alles wegnimmst was ich liebe... Warum tust du das...
Er weinte weiter und gab sich nicht einmal die Mühe seine Tränen abzuwischen. Er ließ sie einfach laufen und betrachtete diese, wie sie wie funkelnde Diamanten empor stiegen, während er weiter hinabglitt.
Die Gerüche veränderten sich. Es roch plötzlich süßlich und wohltuend und erinnerte Coud an ein Parfüm, welches er einst in einem Laden gerochen hatte, als er auf der Suche nach einem passenden Geschenk für Ren war. Sogleich spürte er eine Berührung an seiner Haut, wie diese sanft über seinen rechten Arm glitt, sich den Weg zu seiner Schulter bahnte und dann auf seinen Kopf ruhen blieb. Instinktiv griff Coud sich an den Kopf, doch da wo er glaubte, dass sich eine fremde Hand befand, welche seine Stirn abtastete war gähnende Leere, ein Nichts! Verwirrt ließ er seine Hand sinken und rief in die Dunkelheit, ob sich jemand mit ihm hier befand, aber eine Antwort erhielt er nicht. So kam Coud ins Grübeln, denn er wollte nicht ewig hier fest sitzen in diesem Schacht!
Ich will hier raus!, dachte er klagend.
Kaum hatte er dies zu Ende gedacht und war zu dem Gedanken gekommen, das Wunschdenken nichts brachte, blendete ihn ein helles Licht, worauf er mit seinem Arm seine Augen bedeckte. Dann spürte er, wie sein Körper hochgezogen wurde, so als läge er in einem Aufzug, welcher mit einer unglaublichen Geschwindigkeit nach unten fiel. Das Fallgefühl ließ ihn schwitzen und sein Herz bis zum Anschlag schlagen. Würde er nun irgendwo hart aufschlagen... Würde er sich dabei sämtliche Knochen brechen... Er presste seine Lippen aufeinander, um einen Schrei zu unterdrücken und umarmte seinen Körper, da er nichts besaß, an dem er sich hätte festklammern können. In diesem Moment fühlte er brennende Schmerzen an Armen und Beinen und sein Kopf war so schwer wie Blei.
Aufhören, wollte er gerade denken, als er endgültig weg glitt.

Ein Sonnenstrahl fiel auf das Kissen direkt in Couds Gesicht. Dieser regte sich kurz und wollte sich zur Seite drehen, damit der Sonnenstrahl ihn nicht blendete, als ein stechender Schmerz ihn vom linken Arm aus durch seinen Körper fuhr und er somit sein Gesicht vor Schmerzen verzog. Das sorgte dafür, dass er nicht mehr ruhen konnte, da es die Sorte von Schmerzen waren, die nicht nachdem es einmal brannte dann wieder schnell verschwanden, sondern für eine Weile vorhanden blieben. Er öffnete die Augen, was ihn einiges an Mühe kostete, denn sie fühlten sich sehr schwer an. Es dauerte eine Weile bis seine Sicht sich klärte und jedes Mal, wenn diese vor seinen Augen kurz verschwamm, blinzelte er heftig. In seinem Gesicht befanden sich mehrere Haarsträhnen, die er mit seiner rechten Hand zur Seite strich, bevor er den ersten Versucht wagte aufzustehen. Der Versuch glückte, doch dafür verspürte er ein deutliches Brennen an seinem Rücken. Coud ächzte und stöhnte, ehe seine Augen zu seinem linken Arm glitten, welcher ziemlich angebrannt war. Nur langsam erinnerte er sich, wie vor seinem Haus gestanden hatte, welches plötzlich in Flammen aufging. Danach hatte er mehrere dünne Nadeln bekommen, die ihn betäubt hatten. Nach dieser Sache wusste er nicht was passiert war, aber nach den Wunden zu urteilen, hatte er während seiner Bewusstlosigkeit noch einiges abgekommen. Insgeheim stimmte er dem Zitat, welches er in einem Buch gelesen hatte durch aus zu, dass Zauberer und Hexen ebenso zerbrechlich waren wie Porzellan. Als er sich vollendens mit seinem Oberkörper aufgerichtet hatte und den Schlaf aus seinen Augen rieb, fielen ihm erneut die schwarzen Haare ins Gesicht.
Können die nicht dableiben, wo sie bleiben sollen..., fragte er sich erzürnt und fuhr nun über seine Haarpracht, welche ihm deutlich länger vorkam als sonst. Irritiert tastete er sich mit seiner Hand durch seine schwarze Mähne, nahm eine Strähne genauer unter die Lupe und staunte nicht schlecht als ihm auffiel, dass diese ziemlich gewachsen war. Seine Haare berührten fast seine Schulter und vor allem sein Pony hatte deutlich an länge dazugewonnen.
Wie lang war ich ohnmächtig gewesen..., wollte er wissen, aber wie sollte ihm jemand antworten, wenn niemand im Raum war - jedenfalls stellte er dies fest, als er seinen Blick auf seine Umgebung richtete. Das Zimmer war im alten Stil aufgebaut und die düstere Aura, die dieser Raum verströmte war ganz nach Couds Geschmack. Die Wand war kahl und gerade mal ein paar dunkle Gemälde in einem Holzrahmen eingerahmt füllten diese Leere zum Teil aus. Der Boden bestand aus alten Holzdielen, welche sicherlich knarrten, sobald man sein Gewicht daraufsetzte. Das Bett, auf dem Coud lag hatte einen weißen Bezug und weinrote Bettwäsche, die hier und da einige Waschflecken besaß und sogar ein wenig zerrissen war. So sahen auch die Vorhänge in diesem Raum aus, welche die Sonne davon abhalten sollte dieses Zimmer in gleisendes Licht einzutauchen. Während Coud sich umschaute, versuchte er sich noch einmal an das Geschehen zu erinnern, welches ihm wie gestern vorkam, aber anscheinend schon länger her war. Es half nichts, er konnte sich an keine weiteren Einzelheiten erinnern. Nun galt es herauszufinden, wo er sich befand. Coud wollte Antworten, denn eines war klar: Diese Kuttenträger waren hinter jemandem her und wollten diesen töten. Dass Ren damit zu tun hatte, stand für ihn außer Frage und er bekam erneut einen dicken Kloß im Hals, wenn er daran dachte, wie viel sie ihm verschwiegen hatte. Der Japaner dachte an das Buch mit den Lichtern und den Wächtern. Auf einmal war er hell wach und fasste sich an die Stirn, als ihm die Erinnerung wie ein Pfeil durch ihn hindurch schoss, dass er ein Träger dieser Lichter sein sollte, jedenfalls hatte diese Rothaarige das behauptet und Ren hatte es bestätigt. Es kam ihm immer noch unrealistisch vor, denn es war doch nichts weiter als eine Geschichte, um die Entstehung der Welt zu erklären, oder... Aber wenn dem so war, so waren diese Leute, die die Stadt in ein einziges Flammenmeer verwandelt hatten hinter ihm her. Sie wollten ihn töten und das hatte das Leben von Ren und Rowen gekostet. Wurde er deshalb als Erster aus der Gefahrenzone befreit von diesen Personen, die selbst auch wie er magisch begabt aber den Umgang mit Handfeuerwaffen besaßen... Hieß dies, dass seine Retter etwas wollten, was Coud besaß...
Egal was sie wollen, ich kooperiere nicht, entschied sich Coud zähneknirschend und versuchte nun das Bett zu verlassen, was darin endete, dass er mit dem Kopf voran auf den Boden fiel.
Kurz blieb er regungslos liegen, ehe er sich aufsetzte und sich mit seinem gesunden Arm an der Bettkante hochzog. Er wankte ziemlich, so als hätte er ordentlich viel Alkohol zu sich genommen und hätte er sich nicht an dem Bett abgestützt, wäre der Japaner erneut nach hinten gefallen. Seine Füße waren taub und es kam ihm so vor, als hätten sie vergessen, wie man läuft. Fluchend half Coud nach, indem er mit seiner Hand das Bein anhob und es nach vorne schob, bevor er sich dem zweiten Bein zu wandte und dies ebenso tat. Seinen Körper lehnte er seitlich am Bett entlang, dann zum Kleiderschrank und schließlich an der Wand bis hin zur Tür. Sein Zauberstab war zu seinem Bedauern nicht hier. Er hätte sich damit eine magische Stütze zaubern können umso seinen Fortgang zu beschleunigen. Ebenso war die Phiole verschwunden, die ihm Ren gegeben hatte, bevor sie im Feuer verschwand. Was war mit diesem Ding nicht in Ordnung gewesen... Als er es in der Hand gehabt hatte, hatte er das Gefühl gehabt, dass die Flammen schließlich nur ihn gejagt hätten und nicht seine Frau.
Er verdrängte den Gedanken, auch weil seine Augen anfingen zu tränen. Schnaufend drückte er die Türklinke hinunter und stolperte unbeholfen in den nächsten Raum, welcher wie ein Küche eingerichtet war. Erneut verlor er das Gleichgewicht und fand sich damit ab mit der Nase voran Bekanntschaft mit dem harten Boden zu machen, als er im Fall abgebremst und hochgedrückt wurde. Ein Mann gut ein Kopf größer als er mit braunen leicht verstrubbelten Haaren hielt den Zauberstab empor und stellte Coud wieder gerade. Als er den Zauber löste, fiel die Schwerkraft auf den Japaner ein und der schwarzhaarige Mann lehnte sich schnell gegen die Wand, um nicht abzurutschen.
»Willkommen zurück Mr. Seireki«, begrüßte der Mann ihn und schob einen Stuhl hervor und deutet mit seiner Hand an Platz zu nehmen. Der Schwarzhaarige wirkte misstrauisch angesichts des fremden Mannes, welcher ein neutrales Gesicht machte und so aussah, als würde er keine Erwartung an Coud besitzen. Dann lenkte sich die Aufmerksamkeit des Japaners auf das Geräusch von Töpfen und Pfannen. Noch jemand war in diesem Raum, eine Frau mit lockigen nussbraunen Haaren, sehr blasser Haut und einem ovalen freundlich aussehenden Gesicht. Die Dame lächelte ihn an, während sie zum Kühlschrank ging und zwei Eier hervorholte. Aus irgendeinem Grund verschwand das Misstrauen in ihm, welches vor Sekunden stark in seiner Brust herumtanzte. Diese Frau strahlte für den Japaner eine beruhigende Aura aus und gab ihm aus mysteriösen Gründen eine Art von Sicherheit. Während er seinen Weg zum Stuhl fortsetzte, entdeckte Coud an ihrer Hose ein Gefäß, welches der Phiole, die er von Ren erhalten hatte nicht unähnlich war. Er wollte den Mund öffnen, da er das Gefühl hatte die Fragen in ihm schienen auf seine Lunge zu drücken, als die Frau mit einer warmen sanften Stimme fragte, ob er Rührei oder Spiegelei haben möchte.
»Rührei«, sagte Coud in einem brüchigen Ton, ganz spontan und kroch an der Wand entlang zu dem Stuhl, bevor er schließlich darauf Platz nahm. Er beobachtete schweigend wie die Brünette die Eier zerschlug und mit einem Kochlöffel in der heißen Pfanne herumrührte. Aus dem Schrank flogen einige Gewürze auf sie zu und sie nahm immer eines von der Luft in die Hand, roch daran und kippte etwas davon ins Essen. Dabei blickte sie nicht einmal von der Pfanne ab. Coud vermutete, dass sie sehr oft kochte, denn als man ihm die Mahlzeit vorsetzte und er vorsichtig etwas von dem Rührei probierte, schienen all seine Geschmacksknospen mit einem Schlag geweckt worden zu sein, so lecker schmeckte es. Oder lag es daran, dass er solch einen Hunger hatte und gerade jetzt einfach alles essen konnte, was man ihm vorsetzte...
Jedenfalls verschlang er das Essen regelrecht und er fühlte wie seine Lebenskräfte wieder zurückkehrten und er munterer wurde. Das fand Coud dann doch verdächtig, denn gutes Essen machte einen munter, aber doch nicht so schnell! Auf seinen misstrauischen Blick setzte die Braunhaarige ein Lächeln auf und flüsterte: »Ich habe noch einen Schuss Aufpäppeltrank hineingetan. Sie sehen noch sehr schwer mitgenommen aus.«
»Ach tatsächlich...«, fragte Coud und konnte den beißenden Sarkasmus nicht unterdrücken, auch wenn sie es nicht verdient hatte so angefaucht zu werden.
Immerhin hatte sie ihm diese Mahlzeit gekocht und das obwohl sie sich nicht kannten. Die Braunhaarige lächelte weiter, als würde sie über die grobe Art Couds hinwegsehen, doch die Miene des Mannes gegenüber von ihm verhärtete sich. Anscheinend gefiel ihm Couds Tonart nicht, die er der Brünetten gegenüber aufsetzte, aber das war ihm so was von egal! Sobald er bei Kräften war und Antworten auf seine vielen Fragen hatte, wollte er dieses Anwesen verlassen!
»Nun mein Name ist Mary Poison«, stellte sich die Frau vor und deutet dann auf den Mann, »und das ist Kratos von Anders.«
»Bitte streiche dieses verdammte von aus meinem Namen«, knurrte der Mann zu Mary, worauf diese fies kicherte und ihre Augen amüsiert aufblitzten. Couds Miene hingegen blieb unberührt und ein Anflug von Enttäuschung war auf Marys Gesicht kurz zu erkennen. Im Normalfall hätte der Japaner sich bemüht nicht zu lachen, denn so einen albernen Nachnamen hatte er bis jetzt noch nie gehört und er konnte den Mann mit dem Namen Kratos sehr gut verstehen, wieso er das von in seinem Namen gerne ungenannt lassen wollte.
Aber ihm war nicht nach Lachen zu Mute und nicht nach einem freundlichen Kaffeekränzchen angesichts der Tatsache, dass er Ren und Rowen verloren hatte. Er war wieder alleine und ihn interessierte nur die Frage, wer für diesen Brand verantwortlich war, damit er denjenigen in den Höllenschlund schicken konnte. Die Trauer schien ihn noch nicht ganz eingeholt zu haben, denn die Geschehnisse waren noch nicht richtig verarbeitet worden. Trotzdem rumorte sein Bauch, als könnte er seinen Zorn über diese Ungerechtigkeit nicht länger im Zaum halten.
Dennoch musste er sich erst orientieren, wissen was geschehen war, bevor Geist, Seele und Körper wieder im vollen Einklang war.
Aber der nächste Versuch auf eine Frage anzusetzen misslang, da Mary gleich fragte, ob ihm die Mahlzeit geschmeckt hatte. Um nicht ganz undankbar zu wirken, antwortete er, es hätte sehr gut geschmeckt, wobei er sich regelrecht dazu zwang, der jungen Frau ein ernstgemeintes Lächeln zu schenken.
»Wir hatten schon Angst gehabt, Sie erwachen gar nicht mehr«, sagte Kratos sogleich und streckte sich, »Sie waren fast zwei Monate bewusstlos gewesen und ein paar Mal dachten wir, Sie wären tot.«
Wie gerne hätte Coud ihm etwas entgegen geschmissen, dafür wie uncharmant und sachlich er es herüberbrachte. Eines war klar, der Kerl besaß kein Einfühlungsvermögen. Wie konnte der nur so aalglatt und ohne mit den Wimpern zu zucken sagen, dass Coud fast zwei Monate im Koma gelegen hatte... Die Rache für diese direkte, uncharmante Antwort folgte durch einen Kopfschlag mit der Hand von Mary. Ihre nussbraunen Augen bekam einen wütenden Glanz und sie gab das Zeichen, dass sie nun redete und Kratos den Mund hielt, was vielleicht auch besser war. Sie nahm neben Coud Platz sagte aber erst nichts, da sie anscheinend nicht wusste, wie sie nun beginnen sollte zu erklären. Da deutete Coud mit seinem Finger auf die Phiole, welche sie am Gürtel trug.
»Was haben die zu bedeuten...«, fragte er, »meine Frau hat mir eine in meine Manteltasche gesteckt, welche fast genauso aussieht wie Ihre. Was sind das für Dinger... Haben die irgendeine Bedeutung...«
»Das ist schwer zu erklären.« Räuspernd rückte Mary mit ihrem Stuhl zum Tisch und versuchte zu erklären, was Sache war und in was für einer Situation der Japaner nun steckte. Sie erzählte ihm alles über die Wächter und den Codex, den sie beschützen sollten und dass ein Clan, genannt die Blackdeaths hinter ihnen her war und sie tot sehen wollte. Mit jeder Minute in der Mary versuchte die Lage zu erläutern, kam Coud der Gedanke, dass die Frau ihm einen Bären aufbinden wollte, weshalb er innerlich immer wieder energisch den Kopf schüttelte. Als Mary endlich fertig war mit dem Vortrag war sich Coud sicher: Diese Frau wollte ihn verarschen!
»Ey, uns ging es vor einem Jahr nicht anders, als wir die Geschichte gehört haben. Also machen Sie bitte keinen Aufstand und glauben Sie einfach das, was Mary erzählt, ok...«, sagte Kratos, kurz nachdem Coud den Anschein machte, das Ganze als eine Art Witz zu verbuchen.
»Ihr wollt mir wirklich weiß machen, dass ich ein Wächter bin und ihr mit mir ein Buch beschwören sollt, dass der Teufel persönlich verfasst hat, während ein Clan versucht uns zu töten...«, fragte Coud in einem doch recht schrillen Ton.
»So könnte man es nennen«, gab Kratos locker zur Antwort, »du, ich, Mary und Ivy sind die vier Wächter, die den Codex beschützen müssen und dass wollen diese Blackdeaths ganz und gar nicht. Nein sie wollen das Buch für sich haben, um den Autor persönlich hierher zu bringen. Dazu müssen wir sterben, denn wir könnten dies aufhalten.«
»Also war dieses Feuer...«
»...von ihnen gelegt worden. Leider ja«, flüsterte Mary und ihre Augen hatten etwas Schmerzvolles in sich.
»Wir wissen nicht, wie sie herausgefunden haben, dass Sie ein Wächter sind, aber sie haben es herausbekommen und wollten Sie töten.«
»Stattdessen hat es meine Frau und meinen Sohn erwischt«, flüsterte Coud, dessen Stimme bebte, bevor er seine Faust gegen den Tisch haute und seinen Frust und seine Wut heraus ließ nur damit er es loswurde, »WARUM HABT IHR SIE NICHT GERETTET... HABT IHR DAS EXTRA GEMACHT ODER WIESO LEBEN SIE NICHT MEHR... ICH HABE ALLES VERLOREN EINFACH ALLES UND IHR SCHEINT ES NOCH SEHR LOCKER ZU NEHMEN!«
»Beruhigen Sie sich!«, beschwor Mary und griff Couds Handgelenk, welches er wie wild durch die Gegend fuchtelte, »es tut uns so leid.«
Ihre Augen füllten sich mit Tränen, aber das konnte Coud nicht beruhigen, er schlug ihre Hand weg und wollte diesen Raum verlassen. Nichts hielt ihn mehr auf! Da stach etwas in seinem Rücken und er ging keuchend in die Knie. Sein Körper war die Bewegungen nicht gewohnt und musste sich wiederfinden, was sicherlich Zeit brauchen würde. Aber genau das hatte Coud nicht. Er wollte weit weg von diesem Irrsinn von diesem Clan, welcher sein Leben ruiniert hatte. Kratos und Mary waren aufgestanden und stützten Coud ab. Behutsam, als sei er ein kleines Kind, setzten sie ihn wieder auf den Stuhl.
»Wir konnten nicht zu Ren«, erklärte Mary weinend, »Kratos war bemüht das Dach zu halten, während wir Sie hinausgetragen haben. Sie haben zu viel Rauch eingeatmet und wir konnten es nicht riskieren Sie zu verlieren, da Sie indem Ganzen eine bedeutende Rolle spielen!«
»Ja genau! Holt den raus, der am Wichtigsten ist. Was bedeutet der Verlust einer Frau und eines Kindes, das gerade mal vier Monate alt ist«, fauchte Coud wütend und schon fielen ihm die Tränen über sein Gesicht und er verzog dabei keine Miene, um sie zu unterdrücken.
»Ihr Sohn lebt«, erwiderte Kratos, »ihn haben wir retten können. Glauben Sie bloß nicht, dass wir nur Sie retten wollten! Ihrer Familie wollten wir auch helfen, aber für Ren...«
Er verstummte und verzog dabei sein Gesicht, so als sei es ihm unangenehm darüber zu sprechen. Stattdessen antwortete er: »Jedenfalls konnte Ivy Ihren Sohn retten.«
Sofort sah Coud erschrocken hoch und stellte sich auf. Den Schmerz an seinem Rücken ignorierte er.
»Mein Sohn! Wo ist er... Ich will ihn sehen!«, rief er und sein Herz klopfte wie wild bei dem Gedanken, dass sein kleiner Junge lebte, das Einzige, was ihm geblieben war.
»Er müsste bei Ivy sein. Sie waren im Koma und jemand musste sich um ihn kümmern. Wir haben dafür gesorgt, dass er nicht weggebracht wurde.«
»Beziehungsweise Ivy hatte dafür gesorgt, dass man ihn nicht weggebracht hat«, fügte Mary hinzu.
»Jedenfalls ihr Sohn ist bei bester Gesundheit und brüllt vor allem nachts wie eine Sirene«, erklärte Kratos und es klang so, als hätte er sich schon lang danach gesehnt, sich bei dem Vater des Jungen über das laute Gebrüll in der Nacht zu beschweren. Denn seit Rowen hier ebenfalls Gast war, hatte der Mann keine Nacht mehr richtig durchgeschlafen. Deshalb verlangte er es indirekt bedauert zu werden, aber Coud war ganz und gar nicht in der Stimmung um sich für irgendetwas zu entschuldigen. Ihm war es nur noch wichtig seinen Sohn zu sehen, ihn in den Arm zu nehmen, ihm zu zeigen, dass er noch da war. Außerdem ging es ihm gehörig gegen den Strich, dass eine fremde Frau sich um seinen Sohn kümmerte, ihn also wusch, ihn fütterte und ihn in den Schlaf sang. Das war als hätte man Ren so einfach ersetzt von einer Frau, die der Japaner nicht kannte und das wollte Coud nicht einsehen. Deshalb ging er mit großen Schritten hinaus in die Küche und obwohl er noch etwas holprig lief, so hatte er sich wieder ans Gehen gewöhnt. Ihm hatte das Verlangen bei seinem Kind zu sein die Kraft zurückgegeben. Nur leider war sie nicht von Dauer denn nach einigen Schritten schien er schwer zu schnaufen, so als hätte er einen Marathon hinter sich. Außerdem wusste er nicht in welchem Raum sich sein Junge aufhielt. Die Frage wurde durch das Geräusch eines schreienden Säuglings beantwortet. Das konnte nur Rowen sein. Es war ein quengelndes Geräusch und es kam vom Ende des Ganges. Zu dem Schreien hörte man eine Frau, welche liebevoll erklärte, dass sie gleich fertig sei und ihm seine Flasche geben würde, worauf das Geschrei ein wenig leiser wurde. Coud blieb vor der Tür stehen und war für einen Moment unsicher, ob er anklopfen oder nicht gleich ins Zimmer eintreten sollte. Als das Geschreie seines Sohnes ihn um den Verstand brachte, griff er nach der Türklinke und wollte sie öffnen, als die Tür plötzlich aufgerissen wurde und Coud von dem Ruck nach vorne fiel, wieder mit dem Gesicht voran.
»Langsam reicht es mir«, knurrte er
Der Japaner befand sich in einem großen ziemlich beheizten Zimmer, welches durch die Vorhänge einen dunklen und doch gemütlichen Eindruck erweckte.
»Was machen Sie auf dem Boden...«, fragte eine Frauenstimme und trat einen Schritt auf Coud zu. Dieser erhob erzürnt seinen Kopf und blickte in ein rundliches Gesicht mit saphirblauen Augen und einem herausfordernden Blick, so als hätte Coud gerade durch den Fall ins Zimmer ihr Revier betreten und somit eine Grenze überschritten.
»Wo ist mein Sohn...«, fragte er harsch, statt sich, wie es sich gehörte, für das Hereinplatzen zu entschuldigen und sich vorzustellen. Er hangelte sich an der Wand hoch, bevor er nach einem Lichtschalter suchte. Coud fand ihn schnell und drückte ihn nach oben, bevor er sich erneut zu der Bewohnerin dieses Zimmers wandte, immer noch verärgert schauend. Doch das änderte sich schlagartig, als er diese Frau erblickte. Ihm rutschte das Herz in die Hose, als er bemerkte, wer oder besser gesagt was vor ihm stand. Kurz hatte er gedacht, dass ihm die Fantasie einen Streich spielte, denn so eine Schönheit hatte er nur auf Bildern in Büchern oder Zeitschriften gesehen und diese wurden mit viel Make Up und anderen Tricks aufgefrischt. Doch diese junge Dame schien weder Make up zu tragen, noch irgendwie anders ihr Aussehen manipuliert zu haben. Die Frau trat einen Schritt zurück und betrachtete ihn ebenso erstaunt wie er sie. Auf dem ersten Blick war zu erkennen, dass sie aus dem europäischen oder nordamerikanischen Raum stammte, denn sie besaß keine typische braune Haut, wie aus den südlichen Ländern noch asiatische Augen. Nein, ihre Augen waren rund, glänzend und saphirblau und ihre Haare hatten ein anmutig reines blond, welches bis zu ihrer Hüfte glatt nach unten ging. Doch ihre reine Haut war das, was Coud fesselte, denn er hatte bis jetzt immer geglaubt nur Frauen aus dem asiatischen Raum besäßen schöne Haut, wovon ihm nun das Gegenteil bewiesen wurde. Außer einem Handtuch, welches sie um ihren Leib gewickelt und oben befestigt hatte, trug sie nichts. Instinktiv legte sie, als Couds Augen über ihren Schulterbereich Richtung Brust schielten, ihre Hände daran, so als befürchtete sie, dass er ihr das Handtuch wegreißen würde. Das erweckte ihn aus seiner Paralyse, die der Anblick ihn versetzt hatte. Der Japaner suchte nach den passenden Worten, um die Situation irgendwie zu retten, aber es kam nichts hervor. Ihr ging es zu Couds kleinem Trost nicht anders, denn auch sie schien um Worte zu verlegen sein, jedenfalls nahmen ihre Wangen einen rosaroten Ton an und ihre Augen schienen zu glänzen. Dann plötzlich machte sie Anstalten sich zu ihm runterzubeugen. Ein Schreck durchfuhr Couds Körper. Ihm kam der entsetzende Gedanke, dass dadurch das Handtuch leicht nach unten rutschen könnte und er etwas sehen würde, was nicht für ihn bestimmt war. Panisch stolperte er aus dem Zimmer und fiel dabei erneut mit dem Kopf voran nach hinten. Ehe die Frau vor ihm den Mund öffnen konnte oder gar ihre Hand ausstreckte, um ihm aufzuhelfen, setzte er sich auf und schmiss die Tür zu, bevor er wankend aufstand, sich in Bewegung setzte und stammelnd hinterher rief: »Verzeihung! Ich habe mich in der Tür geirrt!«

Es war eine kalte verschneite Nacht als sie plötzlich einsetzten. Miriam Evens hätte dies erwarten müssen. Sie war hochschwanger und im neunten Monat. Das Kind hätte jeden Tag kommen müssen und dies sollte heute geschehen. Der Schmerz trat sofort ein, wie ein Stoß in ihrem Bauch. Das aufrechte Gehen war nun damit vorbei. Miriam wollte sich gerade ein Bad machen als es geschah, doch das war nicht mehr wichtig. Sie fiel zu Boden und hielt sich den Bauch, der so heftig zog, dass sie tränen musste. Keine Hilfe für sie. Seit Wochen befand sie sich auf der Flucht; Flucht vor ihrer eigenen Familie, den Blackdeaths. Sie wusste was passieren würde, würde sie dieses Kind gesund und munter zur Welt bringen. Es würde das gleiche Schicksal erleiden wie ihr Sohn Lucius oder vielleicht sogar schlimmeres. Das konnte Miriam nicht zu lassen. Deswegen war sie geflohen und versteckte sich. Es sollte für den Teufelscodex keinen weiteren Erben geben, kein Erbe, der die Welt vernichten könnte. Das Kind sollte sterben und der Clan sollte dies nicht verhindern. Sie würden es mit allen Mitteln tun und nichts und niemanden würde die Orangehaarige aufhalten. Denn für sie war das Ungeborene nichts weiter als ein weiterer Schlüssel zum Sieg - zum Sieg ins Verderben.
Die Schmerzen wurden mit jedem Herzschlag schlimmer und bald konnte Miriam ihren Schmerz mit stummen Tränen nicht mehr kompenzieren, weswegen sie schrie. Sie schrie, weinte, fluchte und war sich sicher, dass sie das gesamte Wohnhaus damit wach bekommen hatte.
Um sich vor dem Clan zu verstecken hatte sie einen anderen Namen und eine zweite Identität geschaffen. Dies zu organisieren hatte sowohl das Leben ihres Geliebten als auch das Leben der Geliebten ihres Sohnes gekostet. Sie hätte in den Monaten nur trauern wollen, doch sie musste als Mutter noch für Lucius da sein, auch wenn dies nicht so einfach war, wenn das eigene Kind von den Personen umgeben war, vor denen sich Miriam versteckte. Die Schreie blieben zum Glück nicht ungehört. Es dauert nicht lang, da ging die Tür auf und der Hausverwalter namens Mr. Connor kam hinein. Er war in seinem Schlafanzug und hatte sogar eine Schlafmütze auf. Seine Frau Eleonore Connor war ihm gefolgt und sah besorgt über die Schulter zu der am Boden liegenden Miriam.
»Ruf einen Krankenwagen«, teilte er seiner Frau mit.
»Nein bitte.. es geht schon es sind nur Bauchschmerzen...«, keuchte Miriam, bevor sie erneut aufschrie und zu Boden sank.
»Das sind die Wehen«, antwortet Mr. Connor streng, »Ich bin zwar nur ihr Hausverwalter, aber ich werde Sie wenn es sein muss dazu zwingen ins Krankenhaus zu gehen. Immerhin geht es um ihr Kind!«
Miriam zögerte. Wenn dieser Muggel nur wusste mit welchem Schicksal ihr Kind geplagt sein würde, sobald es das Licht der Welt erblicken würde...
Die Frau schluckte die Antwort hinunter. Was sollte sie groß dagegen sagen... Sie war viel zu unbeweglich und kraftlos um gegen Mr. Und Mrs. Connor anzukommen. Der Zauberstab war in ihrem Umhang und selbst wenn sie ihn in der Hand halten würde, war sie nicht in der Lage irgendeinen Spruch auszuführen. Dazu waren die Schmerzen zu groß und raubten ihre Konzentration. Ihr würde also nichts anderes übrigbleiben als ins Krankenhaus zu gehen. Doch sie hatte Angst. Angst, dass der Clan sie entdeckte und merkte, dass sie ein abgekartetes Spiel spielte. Sie würde gewiss sterben, wenn man sie fand, denn ihre Tat war in diesem Clan Hochverrat. Nach kurzer Zeit hörte Miriam im Schwall ihrer Schmerzen die Sirenen des Krankenwagens. Gleich darauf konnte sie im Gang die Sanitäter hören. Es gab eine kurze Klärung zwischen Mr. Connor und dem einen Sanitäter, während Miriam das Gefühl hatte ihr Körper würde auseinanderbrechen.
Du hast dir einen sehr unguten Moment ausgesucht, mein Schatz, dachte sie und unterdrückte ihre Tränen, um nicht völlig hilflos und zart zu wirken. Auch in solchen Momenten wollte sie solch eine Schwäche nicht zeigen.
Mrs. Connor wollte Miriam unbedingt begleiten. Die gutherzige ältere Dame hatte Miriam schon von Anfang an in ihr Herz geschlossen und wollte sie nicht alleine lassen. Natürlich wusste Mrs. Connor nicht, dass Miriam Anfang dreißig und schon eine Geburt mit vierzehn Jahren hinter sich hatte. Aber das verschwieg sie und tat, als wäre es ihre erste Geburt. Sie tat so, als würde sie sich davor fürchten. Gewiss hatte sie große Angst, aber nicht vor den weiteren Schmerzen, die kommen würden, sondern um das was passieren würde, würde der Clan das Baby finden. Sie musste dies verhindern.
Auf eine Trage wurde sie in den Krankenwagen transportiert und zum St. Mary Krankenhaus gefahren. Es wurde nicht lang gezögert und Miriam bekam gleich ein Zimmer, wo eine Hebamme und ein paar Ärzte auf sie warteten.
»Legen Sie sie auf das Bett«, befahl einer der Ärzte und man hob Miriam dort hin. Erneut krümmte sie sich zusammen und schrie.
»Ganz ruhig Mrs. Perkins. Sie werden es bald hinter sich haben«, versprach die Hebamme mit einer beruhigenden Stimme und kühlte mit einem Tuch dessen Stirn.
Mrs Connor hatte sich einen Kittel übergezogen und ihre Hände desinfiziert. Sie hielt Miriams Hand und streichelte behutsamen ihren Handrücken. Erneut schrie Miriam auf und nun konnte sie die Tränen wahrhaftig nicht mehr unterdrücken. Sie ließ sie einfach fließen. Irgendwie kam ihr die Geburt von Lucius fiel weniger schmerzhaft vor, jedenfalls ging es damals so schnell, dass das Neugeborene der Hebamme fast heruntergefallen wäre. Hierbei war es mit vielen Schmerzen verbunden, die jede Minute immer schlimmer, immer extremer wurden.
»Tief durchatmen«, riet die Hebamme und fühlte ihren Bauch ab.
»Du schaffst das Emma«, flüsterte Mr.s Connor der werdenden Mutter ins Ohr.
Miriam konnte nur nicken, denn ihre Stimme wurde von einem entsetzlichen Schrei erneut erstickt.
»Wann hört es auf! Ich will nicht! Lasst es vorbei sein!« Sie schrie so laut sie konnte, während das Fruchtwasser langsam und stetig aus ihrer Scheide hinaus floss. Bald würde es so weit sein.
»Also gut Mrs. Perkins. Bei der nächsten Wehe müssen sie pressen!«, war die Stimme eines Arztes zu hören.
Dann kam sie, die Welle an Schmerzen, das Signal sozusagen und Miriam presste, während sie einige Verwünschungen auf Russisch herausspuckte, die die Angehörigen im Raum natürlich nicht verstanden.
»Sehr gut Mrs. Perkins«, lobte die Hebamme und ihr Kopf verschwand für einen Augenblick aus Miriams Blickfeld. Kalte Hände waren an Miriams Schamlippen zu spüren, wie sie diesem half sich weiter auszudehnen. Ein unangenehmes Kribbeln durchfuhr ihren Rücken, da sie solche Berührungen verachtete, doch als die nächste Wehe einsetzte, waren ihre Gedanken woanders.
»Sehr gut ich kann die Haare schon sehen«, rief die Hebamme, »Noch einmal pressen, dann haben Sie es geschafft!«
Tief holte Miriam Luft und in der Sekunde in der die Wehen erneut einsetzten ließ sie einen Kriegerschrei von sich und setzte ihre ganze Kraft auf das Pressen ein. Da spürte sie den Widerstand an ihrer Schamlippe wie sie sich wie noch nie zuvor ausdehnte und etwas daraus hervorkam. Dann hörte sie es. Einen Schrei! Den Schrei eines Neugeborenen. Einen Moment den sie schon vor fünfzehn Jahren erlebt hatte und nun erneut erlebte. Die Hebamme hielt ein winziges kleines Geschöpf im Arm, kaum größer als ein Leib Brot.
»Es ist ein Mädchen«, sagte diese erfreut, denn das Geschlecht war Miriam unbekannt gewesen, »und sie ist gesund und stark. Hören Sie wie stark ihre Lungen sind. Mein Gott kann die Kleine schreien.«
Die Hebamme lachte und man trennte das Kind von der Nabelschnur. Miriam nickte nur, statt zu antworten. Ihre Stimme war erstickt von den Tränen die gerade über ihre Wange fielen. Vor Kurzem wollte sie, dass ihr Kind an einer Krankheit litt, ja vielleicht sogar einen Gendefekt hatte, damit ihr das erspart blieb, was sie bald tun würde, aber nun da sie ihre kleine Tochter sah, war sie nur erleichtert, dass dieses winzige Etwas gesund war. Egal was kommen würde, sie war so froh. Das Gesicht sah ihrer nicht unähnlich, doch die Augenform und der blonde Haarschopf hatte das Mädchen von Miriams Ehemann Gabriel.
Siehst du sie mein Liebster... Unsere kleine Tochter..., dachte Miriam und auf ihren Lippen zeigte sich ein sanftes Lächeln. Gabriel hatte zehn Monate später nach Lucius Geburt gesagt, dass wenn sie nochmal ein Kind zeugen es hoffentlich ein Mädchen sein sollte. Der Grund dafür war, dass ihr Mann gerne eine kleine Prinzessin haben möchte, die er beschützen konnte. Nun war das Mädchen da, aber der Mann, der sich über die Geburt so gefreut hätte war nun tot.
»Das wird ein sehr hübsches Mädchen«, flüsterte Mrs. Connor und sah das kleine Baby mit ihren großen grauen Augen strahlend an.
Miriam nickte erneut. Ihr rollten die Tränen über ihre Wangen, während sie ihre Brust entblößte um ihrer Kleinen zu füttern. Sie sog kräftig und öffnete dabei ihre kleinen Augen, die zu ihrer Mama hinauf starren. Sie war in Sicherheit. Deswegen hörte das Kind auf unruhig mit den Händen und Füßen zu bewegen.
»Haben Sie einen Namen für das Kind...«, fragte die Hebamme und hielt ein Stück Papier bereit. Es war die Geburtsurkunde, wo nur noch der Name des Kindes fehlte. Beim Datum stand 07.12. Es war schon der nächste Tag... Kurz musste Miriam schmunzeln. Hatte sie doch glatt von den starken Wehen eingenommen nicht bemerkt, dass heute schon der Tag nach Nikolaus war. Aber auch wenn der Schnee so dick lag und es eisig kalt war, so hätte sie sich keinen schöneren Geburtstag für ihr kleines Mädchen aussuchen können. Laut Horoskope war das kleine Wesen in ihrem Armen eine Schützin und das Element Feuer. Denn so sehr Miriam das Beisammensein mit ihrer Tochter genoss, sie wusste, dass es nicht von Dauer. Ihr Körper verkrampfte sich. Erneut wollte der Kummer und das Leid von ihr sie überrollen, doch sie hielt tapfer stand.
»Alexandra«, flüsterte die junge Evens und gab ihrem Töchterchen einen zarten Kuss auf die Wange, »ihr Name lautet Alexandra.«
Die Hebamme lächelte und schrieb den Namen auf. Gleich darauf nahm man ihr das Kind ab, damit es gebadet, gewickelt und Kleider bekam.
»Ist es möglich, dass das Mädchen bei mir bleibt...«, fragte Miriam. Es wäre nicht vorteilhaft, wenn ihr Mädchen woanders in dem Krankenhaus wäre weit weg von der Mutter. Die Hebamme wirkte verdutzt, doch lächelte als sie Miriams verängstigend Gesichtsausdruck erblickte.
»Aber natürlich Mrs. Perkins. Wenn man zum ersten Mal Mutter wird möchte man seinen Liebling ungern aus den Augen verlieren.«
Miriam nickte und schluckte erneut die Aussage hinunter, dass dies nicht ihre erste Geburt war, auch wenn es sich so anfühlte. Diese war viel lebendiger als ihre erste Geburt mit Lucius gewesen. Bei ihm ging es so schnell, dass sie sich nicht einmal mehr an die Schmerzen erinnern konnte. Doch diese Wehen würden noch lang in ihrer Erinnerung bleiben.
Einige Zeit später brachte man ihre Tochter zu ihr. Neben dran stellte man ein Bettchen für das Baby auf. Alles war perfekt, noch...

Es war kurz vor Vier als Miriam aufstand. Der Bauch schmerzte, aber es tat nicht mehr so weh. Langsam schlich sie zu ihren Sachen. Im Umhang war ihr Zauberstab versteckt. Sie schwang ihn und eine pulsierende Leuchtkugel erschien an der Spitze des Zauberstabes. Sie warf diese hoch, sodass eine Art kleine Sonne den Raum erhellte. Es war nicht viel Licht, aber genügend, dass Miriam das Zimmer sehen konnte. Leise ging sie auf das Bettchen zu und betrachtete ihr eigenes Kind, wie es friedvoll schlief. Das endete nun. Miriam erhob den Zauberstab. Früh am Morgen würde sie und die Hebamme das Kind tot im Bett finden. Man würde es als unglücklichen Kindestod betiteln. Der Todesfluch war für Muggel nicht nachzuvollziehen. Sie kniff die Augen zusammen. Miriam wusste was sie tat und doch wollte sie nicht sehen, wie der grüne Blitz das Leben ihrer Tochter auslöschte. Große Tränen kullerten über ihre Wangen und fielen auf Alexandras kleines Gesicht. Sie beendete das Leben eines Kindes, das noch nicht einmal richtig begonnen hatte. Eine weitere Träne tropfte auf das Gesicht ihres Kindes. Aber es ist Schicksal. Lucius würde selbst sein Ende wählen und wenn das Mädchen nicht mehr lebte gab es keinen Erben mehr, keinen Leser des Teufelscodex, keine Möglichkeit diese schreckliche Macht von diesem Buch zu missbrauchen. Das wäre ein harter Rückschlag für die Blackdeaths. Deshalb sollte sie sterben. Sie und ihre Familie.
Ein Quieken riss sie aus ihrem Tun heraus. Ihre Tochter war wach geworden und fing an zu weinen. Wusste sie was ihre Mutter nun tun wollte und hatte schreckliche Angst... Kinder sahen meist viel mehr als man dachte. Das Mädchen jammerte, strampelte mit ihren Händchen und Beinchen und windete sich sogar. Mit zusammen gepressten Lippen holte Miriam auf. Der Spruch lag ihr auf den Lippen, die Energie erfüllte den Zauberstab, aber sie konnte es nicht loslassen. Sie konnte Alexandra nicht töten. Wütend über ihre eigene Unfähigkeit brach sie vor dem Bett zusammen und schmiss ihren Zauberstab weg.
»Verflucht Alexandra! Warum musst du mir es so schwer machen...«, flüsterte sie mit tränenerstickter Stimme, »ich wünschte doch auch, dass alles anders wäre und wir alle nur friedlich leben können, aber es geht nicht. Grausame Dinge stehen dir vor und ich will sie dir ersparen. Verstehst du es nicht...«
Das Mädchen weinte weiter so als ob es damit hoffte am Leben bleiben zu können. Miriam ließ sich zu Boden sinken. Wütend trommelte sie mit ihren Fäusten gegen den harten Betonboden, und ärgerte sich, weil sie nicht wusste, was sie nun tun sollte.
»Es wäre einfach, wenn sie dich nie finden würden...«, flüsterte Miriam und diesen Moment kam ihr ein Einfall. Es gab noch eine Möglichkeit und damit auch eine Zukunft für Alexandra. Die Frau mit den orangeroten Haaren erhob sich, nahm ihr Mädchen aus der Wiege und wog sie leicht hin und her.
»Ich bin eine schlechte Mutter«, murmelte sie, »ich töte mein eigenes Kind ohne mal zu fragen, ob es so sein soll.«
Das Weinen ihrer Tochter wurde lauter, so als könnte sie die negativen Gedanken ihrer Mama nicht ertragen und sie erflehte damit aufzuhören.
»Du denkst nicht so...«, fragte Miriam und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn, während weitere Tränen auf ihr kleines Mädchen tropften, »ich danke dir. Ich werde dir eine Zukunft geben, auch wenn wir uns wahrscheinlich niemals wiedersehen werden.«
So wog sie ihre Kleine nochmals hin und her und summte leise, während sie langsam durch den Raum schritt. Das Weinen Alexandras verstummte nach und nach und Miriam glaubte, dass ihre Tochter sie anlächelte. Das erfüllte die Mutter mit Glück und neuer Hoffnung. Sie hob ihren Zauberstab und steckte ihn zurück in die Tiefe ihres Umhanges. Als Alexandra tief und fest schlief, legte Miriam sie zurück in ihr Bettchen. Müde setzte sie sich aufs Bett und starrte hinaus, wo die Sonne den Horizont erklimmte. Wie viele gemeinsame Momente würde sie mit ihrer Tochter noch haben... Ein paar Tage... Ein paar Stunden... Sie wusste es nicht. Aber eines war klar. Alexandra musste verschwinden. Niemand sollte sie finden. Daher musste sie einige Leute die Erinnerung verändern, darunter auch die von Mr. Und Mrs. Connor. Dies tat Miriam sehr weh, waren diese Menschen so gütig zu ihr gewesen, als sie um ihren Mann trauerte. Aber so waren sie sicher und auch Alexandra. Das Baby selbst musste weit weg.
Halt!, dachte Miriam und ihre schmalen Lippen formten sich zu einem Lächeln, sie soll hier in London bleiben. Sie werden denken, ich würde sie im Ausland versteckt haben, sobald sie Wind bekommen, dass sie noch lebte. Aber sie werden nicht damit rechnen, dass sie genau vor ihrer Nase liegt.
So war es beschlossen. Liebevoll sah sie zu dem Bettchen, wo das kleine zarte Ding friedlich vor sich hinschlummerte und nicht wusste, wie wertvoll sie war und was sie der Welt alles geben konnte, wenn sie sich für die richtige Seite entschied.

Der Dezember neigte sich dem Ende zu und das Jahr 1994 brach an. Der Frost hatte die Insel im Norden Europas komplett im Griff und selbst der warme Golfstrom im Süden konnte nichts dagegen unternehmen. Wochenlang war die Villa von einer dicken Schneedecke eingedeckt. Die Fenster waren gefroren und an den Dachrinnen zeigten sich Eiszapfen. Die Bewohner dieses alten Hauses zogen es vor in ihren warmen Zimmern zu bleiben und nur dann es zu verlassen, wenn sie etwas erledigen mussten. Der Flur war sehr kalt und man holte sich sehr schnell eine Erkältung, wenn man nur mit einem Schlafanzug durch die Korridore schlich. Der Kamin, welcher im Keller mit viel Brennmaterial versorgt wurde, gab sein Bestes dieses herunter gekommene Exemplar von Villa zu beheizen, doch ab dem zweiten Stockwerk bemerkte man nichts von dieser Wärme. Demnach war es gar nicht so unüblich, dass die Bewohner mindestens eine Dreierschicht an Klamotten trugen.
So wanderte Mary am frühen Nachmittag die Flure entlang, warm eingepackt in einem weinroten gestrickten Kleid, welches ihr über die Knie ging. Unter ihrem Arm trug sie einen Korb. Die Brünette war unterwegs zu Coud Seireki. Lange hatte sie sich vor dem Besuch gesträubt, so als wollte sie mit ihm nichts zu tun haben, aber heute hatte sich Mary zusammen gerissen und beschlossen ein Konversation mit ihm zu führen.
Seit seinem spontanen ‚Spaziergang von vor ungefähr zwei Monaten hatte er es verboten bekommen den Raum zu verlassen. Der Japaner war nämlich als er völlig kopflos zurück in die Küche kam, durch das viele Laufen umgekippt. Gleich zwei Tage später hatte er hohes Fieber gehabt und erst als Ivy sehr deutlich drum gebeten hatte (sie hatte Marene drohend ihren Zauberstab an den Kopf gehalten und geschworen das gesamte Haus unter Wasser zu setzen), hatten sich die Boten dazu entschlossen ihn zu einem Arzt zu bringen. Sie hatten dies genau planen müssen und hatten Coud eine völlig neue Identität gegeben. Sie hatten ihn unter den Namen Kenji Yoshida einschreiben lassen und auch wenn dieses Vorhaben sehr riskant gewesen war, hatte es keine unangenehmen Zwischenfälle gegeben. Coud hatte ein starkes Medikament verabreicht bekommen und ihm wurde Bettruhe verordnet. Trotz dass es dem Japaner nicht gefiel am Bett ‚gefesselt zu sein, tat er das, was man von ihm verlangte, wobei er sich es nicht nehmen ließ jeden Tag sich zu erkundigen, wie der Zustand seines Sohnes war. Diese Informationen überbrachte ihm entweder Alex oder Marene. Kratos interessiert sich nicht so dafür berichten zu wollen, was Rens kleiner Spross machte und irgendwie hatte der Braunhaarige das Gefühl, dass seine Anwesenheit reichte um Couds Gemütszustand noch weiter zum Sinken zu bringen. Ivy wollte ebenso wenig ein Gespräch mit Coud aufsuchen, einmal weil sie sehr beschäftigt war sich um Rowen zu kümmern, anderseits war der Zwischenfall zwischen ihr und dem Schwarzhaarigen noch deutlich in ihrem Gedächtnis eingebrannt und jedes Mal, wenn sie daran dachte, wurde sie Feuerrot im Gesicht. Mary war es ebenfalls unangenehm Coud in ihrer Nähe zu haben und wenn sie ihm das Essen brachte, sagte sie nur Worte wie »Guten Tag«, »Guten Appetit«, »Hat es geschmeckt...« und »Auf Wiedersehen«. Zum Einen wusste sie nicht, mit was für ein Thema sie mit ihm ein Gespräch führen sollte, zum Anderen hatte sie bezüglich Ren einen Knoten im Hals, der immer enger wurde, wenn sie Couds trauriges Gesicht erblickte. Aber dieser Stand durfte nicht so bleiben, immerhin war Coud ein Wächter und musste demnach mit ihr und den anderen Beiden interagieren.
So wollte die Brünette diesen Schritt wagen, auch wenn es für sie ziemlich unangenehm war. Wie gerne würde sie diese Erledigung, welche sie ebenfalls durchziehen wollte, verschieben, aber bald würde er selbst danach verlangen und da hatte keiner von den Bewohnern der Villa das Recht ihn davon abzuhalten.
Dieses Vorhaben war auch eine gute Gelegenheit zu testen, ob Coud nun einigermaßen laufen konnte. Demnach hatte Mary Waschzeug mit dabei, damit er sich selbst reinigen konnte. Hinzu kommend hatte sie ihm noch ein paar Brote beschmiert, um ihn zum Essen zu animieren, was in den Monaten ein wenig auf der Strecke geblieben war.
Vor der Tür blieb sie stehen. Was würde sie erwarten... War er in der Stimmung mit jemanden heute sprechen zu wollen... Würde er sie raus schicken oder gar mit seiner kalten abweisenden Art verletzen...
Mary schüttelte sich und schob diese negativen Gedanken bei Seite. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, war ihr Motto. So holte sie tief Luft und klopfte an die Tür. Es war erstaunlich, dass sie sogleich eine Antwort bekam, hatte sie damit gerechnet, dass Coud eventuell schlief oder allgemein träge wirkte. Die Stimme, die sie vernahm hörte sich aber kräftiger an und dies gab ihr Mut, dass die Konversation mit ihm besser verlief als die Erste. Ohne zu zögern drückte sie die Türklinke nach unten und betrat den Raum. Der Japaner saß auf seinem Bett und hielt ein Buch in der Hand. Anscheinend hatte er es geschafft ein solches Exemplar aus dem Bücherregal schräg gegenüber von ihm herzuzaubern. Dies hieß, dass er schnell regenerierte und er seine magischen Kräfte anwenden konnte. Für die junge Russin ein gutes Zeichen.
Während sie lautlos zu ihm schritt, beobachtete sie, wie seine Blicke schnell über das Papier sausten. Wie konnte ein Mensch nur so schnell lesen, fragte sie sich stumm und ihr wurde dann doch leicht schwindelig ihn beim Lesen zu beobachten. Als er das Ende der Seite erreicht hatte, legte er ein Blatt Papier als Lesezeichen dazwischen und sah zu Mary auf.
»Was gibt es...«, fragte er ruhig, aber in einem doch sehr kühlen Ton.
Dabei ruhten seine Augen auf das Waschzeug und die Brote in dem Korb.
»Ein Anstandsbesuch«, erwiderte Mary, zauberte sich einen Stuhl herbei und nahm neben Coud Platz.
»Ich brauche keinen Anstandsbesuch und Ihr müsst nicht hierherkommen, wenn Sie es nicht wollen«, flüsterte er und drehte seinen Kopf zur Seite, »geh einfach.«
»Das werde ich, aber erst nachdem ich mein Vorhaben erfüllt habe«, sagte sie sachlich und legte ihm die belegten Brote auf die Decke, »Vorhaben Nummer eins: Essen. Vorhaben Nummer zwei, dass du mit mir auf einen kleinen Spaziergang gehst.«
»Mir ist nicht nach Essen und auf einen Spaziergang fühle ich mich nicht Ausgehfertig«, murmelte er.
»Deswegen...« Mary warf ihm feierlich ein Handtuch ein Shampoo und eine Bürste mit Haarband auf das Bett, »habe ich das hier mitgebracht. Und es wird auch kein gewöhnlicher Spaziergang werden.«
»Ach ja... Wohin werdet Ihr mich führen...«, fragte er sehr leise und seine blauen Augen musterten sie kalt an.
Sogleich stellten sich Marys Nackenhaare auf und ihr wurde innerlich sehr kalt. Sie hätte damit rechnen müssen und dennoch schien ihn seine kalte Stimme, seine ausdruckslosen Augen. War es das Gefühl eines gebrochenen Herzens oder die tiefe Trauer, die sie bei ihm wahrnahm... Sie selbst trauerte auch, aber mit Ren hatte Mary nicht so eine große Verbindung gehabt wie Coud oder gar Ivy. Demnach war der Verlust für die Brünette besser zu verarbeiten als diese beiden Personen, welche ihr nah standen. Coud wandte sich ab und war im Begriff das Brot auf das Schränkchen neben sich zu stellen, als Mary reflexartig sein Handgelenk ergriff.
»Du wirst deiner Pflicht als Ehemann und Witwer entgegennehmen«, sagte sie und atmete dabei tief durch, »und deine erste Aufgabe wird sein, dass du deiner geliebten Frau die letzte Ehre erweist.«
So direkt wollte Mary ihr Vorhaben nicht verkünden, aber gesprochene Worte lassen sich nie mehr zurücknehmen, so auch diese. Dabei hätte sie sich gerne für diese Aussage gerne selbst geohrfeigt, weil dies noch ein viel direkteres Niveau hatte als das von Kratos. So war sie nicht verwundert, als Couds Augen sich weiteten und er sämtliche Farbe aus seinem Gesicht verloren.
»S-sie ist... hier...«, fragte er.
»Ja wir haben sie hierhergebracht und würdevoll beerdigt. Leider war es eine private Beerdigung weshalb nur wir die Bewohner dieser Villa anwesend waren. Ich möchte mit dir dahingehen.«
Kurz hatte sie das Gefühl ihn mit ihrem Vorhaben verschreckt zu haben. Sie hatte sich auch keine Gedanken gemacht, ob er für dies bereit war. Bei der Erkenntnis biss sie sich innerlich auf die Zunge und stieß einen stummen Fluch über ihre unsensible, rücksichtlose Art.
»Ich...« Seine Stimme klang gebrochen und es schien, als würde er frieren, denn sein Körper bebte. Mary beschloss die Bremse zu ziehen, indem sie aufstand und verkündete, dass wenn er noch nicht bereit wäre, dies verschoben werden konnte. Zu Marys Verwunderung schüttelte Coud den Kopf und er wandte sein Gesicht zu ihr.
»Gebe mir eine Stunde und warte auf mich in der Küche«, sagte er leise.
Ohne weiter darauf einzugehen nickte Mary kurz und schritt zur Tür. Beim Schließen konnte sie durch den Spalt sehen wie er in eines der Brote hinein biss.

Das Gehirn pochte gegen Voix Schädel und seine Muskeln waren angespannt, während seine hellen Augen Anzeichen eines Angreifers in der Dunkelheit ausmachte. Schweißtropfen liefen über seine Stirn und die Spannung war auf seiner Haut zu spüren. Keinen Herzschlag später schoss ein roter Lichtstrahl auf den kleinen Jungen zu. Jeder normale kleine Junge wäre erschrocken und hätte sich dann weinend irgendwo hinter einem Baum oder in einem Gebüsch versteckt. Voix aber wisch dem Fluch aus, als wäre es nichts Besonderes und nahm seine Ursprungsposition ein. Dabei zückte er einen kleinen Dolch hervor, der als Ersatz für einen Zauberstab diente. Dann hörte er das Klatschen von Händen hinter sich und Rachel tauchte hinter dem Baum auf. Die Frau hatte ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht, ein Zeichen, dass er gute Arbeit geleistet und alles richtig gemacht hatte.
»Sehr gut Voix«, lobte sie und ihre Stimme war Balsam für seine Seele. Der Junge von fast sieben Jahren grinste stolz zurück über seine Leistung, während ein weiterer Blackdeath vom Baum heruntersprang und Voix anerkennend zu nickte.
»Es war eine gute Entscheidung gewesen, dass du dich uns anvertraut hast«, sagte Rachel süßsanft und strich mit ihrem Zeigefinger eine lose Strähne aus Voix Gesicht weg. Er errötete daraufhin und meinte leise, dass er alles tun würde, um seine Familie zu unterstützen. Lobend für diese Treue nickte Rachel ihm freundlich zu, ehe sie festlegte, dass es für heute genug sei. Mit einem Wink ihres Zauberstabes ließ sie den Schweiß auf Voix Gesicht wegwischen und kämmte ihm dabei seine hellblonden Haare ordentlich, ehe sie ihm zufrieden mit der Hand auf seine Schulter klopfte. So machten sich alle drei den Weg zurück ins Lager. Während Rachel mit ihrem Partner ins große Zelt lief, bog Voix rechts ab und ging in ein kleines Zelt, welches nur er für sich beanspruchte. Seit er persönlich von Rachel unterwiesen wurde, musste er nicht mehr bei den Jünglingen übernachten, sondern hatte ein eigenes Quatier. Doch das war nicht das Beste: Dadurch bekam er einige Freiheiten und mehr Auslauf, was seine Mitstreiter in seinem Alter nicht hatten. Er musste nicht einmal Küchendienst machen oder gar die Wäsche von den Höherliegenden waschen. Das alles blieb für Voix aus und für ihn war das ein schönes Gefühl nun als wertvoll anerkannt zu werden.
So trat er in sein Zelt ein und wurde bereits erwartet. Lucius saß auf seinem Bett, die Arme verschränkt mit einem finsteren Blick auf seinem Gesicht. Als sich die Blicke der Beiden kreuzten wurden seine Augen schmäler und die Atmosphäre bekam einen ziemlich düsteren Beigeschmack.
»Verräter«, fauchte dieser so bedrohlich, dass sich Voix Nackenhaare aufstellten. Der Junge ging einen Schritt zurück und begab sich eine verteidigende Position. Was hatte diese Anschuldigung zu bedeuten... Weshalb war er ein Verräter...
»Warum sagst du sowas...«, fragte er.
»Du willst also den Dummen spielen...«, kam die Gegenfrage und der Orangehaarige erhob sich, »dann helfe ich für dich als kleiner wehrloser Wurm auf die Sprünge. Ich weiß, dass du diese Fähigkeit hast, zukünftige und vergangene Ereignisse sehen zu können. Und statt mir dies anzuvertrauen, hast du dich meiner Tante angeschlossen. Wie du sicherlich mitbekommen hast sind meine Eltern nicht mehr hier. Das liegt daran, dass die Blackdeaths beschlossen haben sie zu beseitigen. Mein Vater ist bereits tot und meine Mutter wird auch nicht mehr lange leben.«
Er setzte sich auf umkreiste Voix wie ein Tiger seine Beute und musterte ihn verachtend an. Der kleine Junge fühlte sich vor den Kopf gestoßen und wusste nicht, was er dazu erwidern sollte. War das seine Schuld gewesen... Hatte er Mr. Evens indirekt zur Hinrichtung geführt und auch dafür gesorgt, dass Mrs. Evens das gleiche Schicksal erlitt... Was wurde aus dem Baby, was bestimmt auf der Welt war, an irgendeinen Ort, an dem es vor dem Clan sicher war... Aber er wollte das doch nicht. Er wollte den Clan nur dienen, nützlich sein und nicht Menschen töten.
»Ich...«, fing er an, doch verstummte augenblicklich.
»Spar dir deinen Atem Voix«, fauchte Lucius und war bereit das Zelt zu verlassen, »du hast dich dafür entschieden. Nun wirst du die Konsequenz tragen! Falls du jemals wieder in Schwierigkeiten kommst, werde ich dir keineswegs helfen dich aus dem Dreck zu ziehen! Einen schönen Abend noch.«
Mit diesen Worten verließ er das Zelt und ließ den kopflosen kleinen Jungen zurück. Mit seinen hellgrünen großen Augen starrte er lang zu dem Zelteingang, ehe kochendheiße Tränen seine Wange hinab liefen und er einen tiefen Schmerz nah seines Herzens fühlte. Lucius war immer für ihn da gewesen und hatte ihn vor der körperlichen Gewalt Andrés immer gerettet. Durch seine Tat hatte er seinen einzigen Freund verraten und verloren. Voix fühlte den Schmerz und das Gefühl alleine zu sein, wuchs in ihm, worauf die Tränen zahlreicher wurden. Plötzlich wurde Stille unterbrochen als jemand das Zelt betrat. Schnell wischte er die Tränen weg, um den erbärmlichen Anblick zu verbergen.
»Was ist passiert...«, hörte der Junge die süßsanfte Stimme Rachels ehe eine geschmeidige Hand über sein Kinn strich und den Kopf hochhob. Mit einem traurigen Gesicht fragte Voix, ob dies richtig war, was er tat. Er war kein Mörder und wollte nie einer sein!
»Das ist unsinn«, sagte Rachel sanft und plötzlich tauchte vor seinen Augen ein glänzendes Pendel auf, dass sie anmutig hin und her schwang. Diese Tortour musste Voix ertragen, um akzeptiert zu werden. Je mehr er unter Hypnose gesetzt wurde, desto mehr wurde er zu einer Marionette in Rachels Spiel. Doch dieses Mal ließ er sich sogar darauf ein. Es musste keine Gewalt angewandt werden, um ihn zu der Hypnose zu zwingen, so wie es sonst immer war. Voix wollte gebannt auf Rachel hören und die Worte Lucius tief in sich drin vergessen. Seine Augen beobachten das Pendel und er hörte in weiter Ferne Rachels Stimme. Diese Begegnung, dass er für den Tod der Familie Evens verantwortlich war, wurde ihm gleichgültig und es geriet in Vergessenheit. Es war wie in einem Rausch und es half ihm die Tatsache zu vergessen. Der Rauch umnebelte ihn, ließ ihn mit seinem Körper ins Schwanken bringen und ehe er sich bewusst wurde, dass er sich dem Ganzen nicht entziehen konnte, war sein Körper schon umgefallen. Sanfte Hände packten ihn unter den Armen und zogen ihn hoch. Er spürte wie sanfte warme Hände ihn trugen und dann schließlich ins Bett brachten. Voix öffnete kurz die Augen, seine Sicht in eine Art Nebel versunken, bis vor ihm erneut das Pendel erschien und die Stimme Rachels sich in seinen Kopf bohrte. So fiel er langsam in eine Trance und jetzt war er auch dafür noch dankbar, ganz anders als bei den anderen Malen.

Coud hatte sich beim Waschen und Anziehen Zeit gelassen. Zum einen war er noch nicht ganz bei Kräften und immer wenn er den Arm anhob spürte er noch die Verletzung, die ihm diese Frau mit dem Dolch zugezogen hatte. Auch wenn diese Wunde längst verschlossen und nach bestem Gewissen verarztet wurde, die Muskelfasern waren noch nicht ganz verheilt und demnach war das Bewegen seines Armes noch mühselig. Außerdem schmerzten seine Glieder sehr und er fühlte sich ein wenig bematscht, als würde er vor einer großen Erkältung stehen.
Als er endlich angezogen war ging er an den Spiegel und sah in sein blasses ausdrucksloses Gesicht. Seine Haare fielen über sein Gesicht und bedecken ein wenig seine Augen, die die Trauer in seinem Inneren nach Außen trugen. Sein Gesicht war ein wenig ausgemerkelt und seine Haut war blass wie die Wand hinter ihm. Coud sah nicht gesund aus und so wie er aussah fühlte er sich auch: Nutzlos, erniedrigt und sehr einsam. Der einzige Glanz, den Coud noch ausstrahlte war nur durch seinen Sohn möglich gewesen und das war auch der Grund wieso er sich zum Essen zwang, obwohl sein Appetit gegen Null ging. Doch in manchen Stunden, wenn Coud in diesem Zimmer gedankenverloren zur Decke starrte, wünschte er sich, dass er einschlief und dann für immer weg sei, ganz gleich, ob sein Sohn ihn brauchte oder nicht. Die restliche Zeit dachte er an diese Wächtergeschichte und an daran, dass er sich für diesen Gedanken endlich tot sein zu wollen schämen sollte. Sein Rowen brauchte ihn, obwohl er in diesem Zustand nicht sehr hilfreich war und eine Fremde sich um ihn kümmerte, was für Coud ein Dorn im Auge war, auch wenn er für diese Geste deutlich dankbar war. Denn seit diese Ivy sich um Rowen kümmerte, mit ihm spielte, ihn in den Schlaf sang, konnte man sehen, wie gut es dem kleinen Baby ging und das stimmte Coud doch glücklich. Wenn der kleine Junge seinen Vater besuchte, dann gab es nicht schöneres als auf Papas Bauch zu liegen und sich zu ihm hinzuziehen. In dieser Zweisamkeit verließ Ivy das Zimmer, um die beiden Seirekis nicht zu stören. Dabei vermied sie es ihm in die Augen zu sehen, was Coud zum Teil recht als auch respektlos fand.
Nachdem er seine Haare mit einem Kamm einigermaßen gebändigt hatte, ging er aus dem Zimmer. An einer Wand gelehnt schien Mary auf ihn zu warten. Sofort verneigte sich Coud und entschuldigte sich, dass er sie so lang hat warten lassen, doch Mary sagte mit ruhiger Stimme, dass sie ihm aller Zeit der Welt geben würde. Mit einem freundlichen Lächeln bot sie ihm seinen Arm als Stütze an, da der junge Seireki noch nicht so gut laufen konnte. Ein wenig verlegen und dennoch dankbar hakte er sich ein und schritt mit ihr durch die Flure und dann die große Treppe hinunter zum Eingang. Auf den Weg dorthin stießen die Beiden auf diese Frau mit den rosagefärbten Strähnen. Sie hob die Augenbrauen hoch und musterte Mary und Coud von Kopf bis Fuß unten an, ehe sie spöttisch die Frage stellte, wohin das Päarchen hinwollte. Bei dem Wort Päarchen bekam der schwarzhaarige Mann einen Stich in seiner linken Brust und zuckte dabei zusammen. Mary, welche diese provozierenden Sticheleien zu gut kannte, blieb gelassen und antwortete knapp: »Einen Anstandsbesuch an Rens Grab.«
Diese Worte selbst sorgten dafür, dass Coud seine freie Hand in sein Hemd festkrallte und das bisschen Farbe auf seinem Gesicht verschwand. Natürlich wusste er, wohin ihn diese Mary führen wollte und doch war die Tatsache, dass er gleich vor dem Grab seiner geliebten Frau stünden würde ein ziemlich heftiger Schlag.
»Das kann ich nicht gestatten«, sagte die Frau und stellte sich vor den Eingang dieser Villa. Verdutzt hob Coud die Augenbrauen hoch, doch Mary, die diese Antwort bereits erwartet hatte, zog ihren Zauberstab und zielte auf den Kopf ihres Gegenübers.
»Dann spreng ich mir den Weg frei, wenn du ihn blockierst«, zischte sie.
»Das unterlässt du«, knurrte eine andere Stimme und plötzlich stieß Coud einen leisen Warnschrei aus. Ein junger Mann mit weinroten kurzen Haaren hielt eine Pistole in der Hand und zielte auf den Kopf der Brünette. Der junge Seireki verstand die Welt nicht mehr und schüttelte so sehr den Kopf, als hoffte er, dass dieser Gedanke nichts weiter war als ein dummes Hirngespinst.
Nein da ist kein Kerl, der gerade eine geladene Pistole in der Hand hat und auf den Kopf dieser Frau zielt, die mich zu den Gebeinen meiner Frau bringen will, dachte er, doch als er wieder die Augen öffnete, war ihm klar, dass er dies nicht eingebildet hatte.
Warum ließ man sie nicht durch... Was gab es da draußen, dass es einen Grund gab sie hier einzusperren... Er dachte an diese Sache mit den Wächtern und den Kräften, die sie durch die Phiolen erlangen konnten. War das der Grund, weshalb sie hier sein mussten... Darüber konnte er sich später Gedanken machen, denn jetzt wollte er nur dafür sorgen, dass sich die Umstehenden hier sich nicht gegenseitig den Kopf abschossen. Tod würden sie niemanden nützen. Bei diesem Gedanken erlangte Coud erneut eine leichte Schockstarre und sein Herz klopfte laut und stetig. Würde das nun immer sein, wenn er vom Tod sprach, dass er glaubte jeden Moment seine Füße vom Boden zu verlieren...
»Gibt es Probleme...«, sprach eine weitere Stimme, die definitiv von einer Frau kam. Couds Augen richteten sich zu der blonden Ivy, welche seinen Sohn im Arm hielt. Der kleine Junge schien gerade gefüttert worden zu sein, denn er sah an dessen Mundwinkel die Reste der Milch. Ivys Augen formten sich zu schlitzern als sie die Pistole in Alex Hand entdeckte.
»Tue sie weg«, flüsterte sie und ihre Miene verfinsterte sich, als Alex ihr den Eindruck vermittelte, dass er ihrem Befehl Missachtung überbrachte. Zuerst glaubte Coud, dass Ivy vorpreschen würde und ihm die Pistole mit bloßer Hand abschlagen würde, denn sie war schnell und da sie die Phiole an ihrem Gürtel trug, hatte sich ihre Magie um einiges verstärkt, wodurch sie Alex überlegen war. Doch stattdessen fielen ihre blauen Augen auf den Jungen, welcher beunruhigt wirkte und plötzlich anfing zu zittern und sich an Ivy presste, so als hätte er Angst. Spürte er diese Anspannung und merkte er, dass gerade eine Bedrohung hier herrschte, die zwar nicht ihn betraf, aber dafür seinen Vater...
»Es ist schon schlimm, dass Rowen in der Nacht von Alpträumen heimgesucht wird und demnach nicht durchschläft. Dann muss er nicht noch sehen, wie ihr euch gegenseitig abschießt. Deshalb Waffen runter.«
Dabei ruhten ihre Augen auf Mary, die sie damit auch ansprach. Diese zog ihren Zauberstab sofort zurück, während Alex seine Pistole zurücksteckte. Erst dann setzte Ivy ein freundliches Lächeln auf und kurz sah Coud, wie ihre Ohren kurz auf und ab wackelten. Dann war sie im Begriff zum Eingang zu laufen, als Violett sich vor sie stellte und sie allein durch ihre Präsenz vermittelte, dass es kein Vorbeigehen gab.
»Lass mich durch, Violett«, sagte Ivy ruhig und doch war in ihrem Ton eine Drohung zu hören. Coud blickte abwechselnd zu der Blonden und zu der Amerikanerin, die keineswegs Anstalten machte Platz zu machen. Plötzlich packte sie blitzschnell ihre Hand an Violetts Schulter und beugte sich so nah an ihr Gesicht, als würde sie sie küssen wollen. Doch stattdessen sorgte Ivy dafür, dass Violett nichts anderes übrigblieb als ihr in die Augen zu sehen. Wollte sie sie jetzt anspucken oder dergleichen... Stattdessen sagte die Blonde etwas, was Coud fassungslos werden ließ und er zum Einen die Grausamkeit so schmerzhaft als auch den Mut der Blonden bewundernd fand.
»Du kannst mich liebend gerne hier festhalten, aber du wirst ihn nicht von seiner Mutter trennen, selbst wenn da nur verbrannte Überreste ihre Leiche zu finden sind. Gerade du müsstest wissen, wie es ist, wenn eine Mutter ihr Kind unfreiwillig zurücklässt.«
Die Aussage pochte in Couds Gehirn und ließ seine Knie weich werden. Er ging in die Hocke und versuchte seine Beine unter Kontrolle zu bringen. Das war der Moment, als zwei kräftige Arme sich um seine Achsel schlangen und ihn hochzogen. Kratos war ebenfalls dazu gestoßen und wirkte über diesen Konflikt ziemlich ungehalten. Doch dies nahm Coud kaum war, denn die Worte ‚Überreste ihrer Leiche‘ bohrten sich tief in sein Gedächtnis. Er wollte schreien, wegrennen und vergessen, doch der junge Seireki wusste, dass er nicht fliehen konnte, dass es kein zurückgab.
Nach mehreren Sekunden deutlichem Schweigen trat Violett zur Seite. Mit einem Lächeln drehte sich Ivy kurz zu ihren Mitstreitern um, ehe sie die Tür öffnete und mit Rowen im Arm in den verregneten Spätnachmittag lief. Coud hielt sich, wenn auch nicht ganz freiwillig an Kratos fest und ließ sich aus dem großen Anwesen herausführen. Der Weg dorthin wirkte für den Dunkelhaarigen so weit, dabei war es ein kurzer Marsch durch den verwilderten Garten. Das Gras war so hoch, dass es fast bis zu seinen Knien ging. Hier hatte seit vielen Jahren keiner mehr was an diesem Garten gemacht, dabei konnte man an einigen Überresten sehen, dass dort unterschiedliche Sorten von Obst und Gemüse angepflanzt worden, denn Coud erkannte einige Holzleisten in denen halb vertrocknete Erdbeerpflanzen vor sich hinvegetieren. Der Garten war wie tot und auch wenn der junge Seireki nie etwas für schöne Botanik übrig hatte, so versetzte dieser Anblick ihn ein Stich in seinem Herzen. Schließlich blieben sie stehen und Couds Blick sah nach vorne. Sein Herz hüpfte kurz auf, als vor ihm eine Mamorplatte aus reinem Weiß in die Augen stach auf der eine Engelsstatur mit gefalteten Händen darüber thronte. Er sah, wie auf dem Boden herum Setzlinge anfingen zu sprießen. Bald würde der Platz mit Blumen in allen Farben bedeckt sein. Ein schwacher aber dennoch tröstender Gedanke. Ivy trat zur Seite, um Coud Platz zu machen und während sie seinen Sohn beruhigte und leicht in ihren Armen wiegte, stach dies erneut in das Herz des jungen Vaters. Ren sollte eigentlich hier stehen und ihren Sohn beruhigen und nicht eine fremde Person. Aber dann würden sie hier gar nicht stehen oder... Dann gäbe es nicht dieses Grab und er würde nicht so tiefe seelische Schmerzen erleiden. Er ging in die Hocke, um die Inschrift zu lesen. Wer auch immer den Namen dort eingeritzt hatte, besaß eine wundervolle kaligrafische Schrift. Das ‚R‘ war wundervollgeschwungen und ging geschmeidig zu dem ‚E‘ über. Auch das ‚S‘ für ihren Nachnamen war wundervoll eingraviert. Unter dem Namen waren die Umrisse einer Taube zu erkennen, welche einen Zweig im Schnabel trug: Das Symbol der Friedenstaube.
Ich hoffe du hast deinen Frieden gefunden, dachte er und strich mit seiner Hand über die Eingravierung, so als könnte er ihre Wangen damit streicheln. Aber er wusste, dass es nicht so war. Ihr Körper war mehrere Meter unter seinen Füßen in einem Sarg, den er selbst nicht mal gesehen hatte. Nicht einmal die Leiche hatte er gesehen, wobei Coud ein klein wenig dankbar war, dass ihm dieser Anblick erspart geblieben war. Es hätte ihn noch mehr zerbrochen, hätte er sie tot vor sich gesehen, wahrscheinlich die Haut so gut wie verbrannt von dem Feuer, welches sich an ihrem Fleisch satt gegessen hatte. Couds Blick ruhte auf die Daten, die daruntergeschrieben wurden. 1978 hatte seine Frau das Licht der Welt erblickt und ca. 24 Jahre später musste sie das Leben schon verlassen. Ein viel zu kurzes Leben für so eine talentierte und wundervolle Frau, die Ren nun mal war. Die ersten Tränen quollen hervor und liefen über Couds Wange hinab. Hier an dem Grab zu stehen und die Erkenntnis zu empfangen, dass man seine Liebste nicht beschützen konnte, tat so weh, das der junge Seireki das Gefühl hatte vor seelischen Schmerzen ohnmächtig zu werden. Es war als würde der Marmorstein nicht den Namen Rens draufstehen haben, sondern die Aufschrift: ‚Coud als Ehemann versagt!‘
Weitere Tränen rollten über sein Gesicht und sein Körper zitterte unter der seelischen Last, die er nun deutlich auf seinem Rücken spürte. Schließlich fiel ihm ein, dass er mit ihr im Streit auseinander gegangen war. Die Worte, die er ihr gesagt hatte, konnte er nicht mehr aus seiner Erinnerung hervorholen, doch er hatte diesen enttäuschten Unterton noch deutlich im Hinterkopf. Coud war gegangen und zwar mit einer Enttäuschung gegenüber seiner Ren, welche in derselben Nacht von einem Dolch erstochen wurde. Keine warmen Worte, keine herzliche Umarmung, kein Kuss nur Wut, Trauer und Enttäuschung. Das brach Coud seelisch das Genick, worauf er mit den Knien zu Boden sank und er seine ganze Trauer, seinen Frust über sich selbst und die ungebändigte Wut an Gott, der nichts unternommen und ihm seine Ren weggenommen hatte, herausließ. Er weinte, haute mit der Faust mehrmals auf den Boden, der durch den Regen aufgeweicht war und fluchte auf Japanisch. Schlammspritzel benetzten seine Kleidung und sein Gesicht und vermischten sich mit den Tränen, welche glitzernd und kochend heiß zu Boden hinabfielen. Plötzlich ergriff eine Hand seinen Arm und zwang ihn aufzustehen.
»Du erkältest dich«, hörte er Marys Worte, die ihn zu sich drehte. Durch den Tränenschleier konnte er erkennen, dass die Brünette ihn anlächelte, doch es war kein fröhliches oder erheiterndes. Nein es sprach Trauer und Mitgefühl für dieses tragische Schicksal aus, welches allen wiederfahren war. Seine Tränen wollten nicht aufhören zu fließen und damit Mary seinen erbärmlichen Anblick nicht weiter ansehen musste, versteckte er sein Gesicht in seinen Händen und schüttelte sich vor lauter Weinen. Da umarmten ihn jemand und Coud wusste, dass es Mary sein könnte, denn er hörte an seinem Ohr die sanfte ruhige Stimme, die ihn zu trösten versuchte. Normalerweise war es ihm unangenehm, wenn fremde Menschen ihn anfassten oder gar umarmten, doch hier war es ihm gleichgültig. Deshalb unternahm er auch keinen Rückzug, als die Hand Kratos sanft über seinen Schultern klopfte und er leise sein Beileid aussprach. Die Letzte war Ivy. Zwar konnte sie ihre Arme nicht heben, da sie Rowen hielt, doch sie lehnte ihren Kopf gegen seine rechte Schläfe und drückte sanft dagegen.
»Du bist nicht alleine«, flüsterte sie und hörte dabei ein leises Geräusch seines Sohnes, als wollte er Ivys Aussage damit unterstreichen.
Es war herzlich, dass diese Menschen, die ihn nicht kannten ihm eine seelische Stütze gaben und doch glaubte Coud auch wenn er von tröstenden Menschen umgeben war, dass er ganz alleine war.
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Nick - HP - 18.06.2017, 22:01 Uhr
Hey! :) Ja, da hast du recht. Aber ich glaube man wird immer nach mehr Zeit fragen, weil es nie genug Zeit gewesen wäre. Bei dir soweit alles gut? :)
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Saphira - HP - 19.05.2017, 13:52 Uhr
Heyho x3 Dürfte ich bitten, einmal UnH umlinken zu lassen? Danke dir! :D
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Sabritt - HP - 07.05.2017, 20:46 Uhr
Täysikuu baut um - es ist nun keine reine staffelseite mehr
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Nya - HP - 19.04.2017, 19:50 Uhr
Süß gemacht :)
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KevKev - HP - 19.04.2017, 10:07 Uhr
Wünsche euch Hasen auch frohe Ostern
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Momo - HP - 17.04.2017, 10:09 Uhr
ich wünsche dir frohe Ostern <3
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peterdikens - HP - 11.04.2017, 07:20 Uhr
hello
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Lini - HP - 03.04.2017, 21:55 Uhr
Huhu Afiilein! <3 Wollte bescheit geben das ich wieder zurück bin!!! <3 <3
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Reika - HP - 24.03.2017, 09:01 Uhr
♥
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Reika - HP - 22.03.2017, 20:26 Uhr
Sie haben Post. :>
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brandi - HP - 28.01.2017, 17:47 Uhr
hi would you like to link exchange/partner? ♥
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brandi - HP - 28.01.2017, 09:50 Uhr
hi would you like to link exchange/partner? ♥
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Sabritt - HP - 17.01.2017, 14:00 Uhr
Huhu. wollte mal fragen ob du interesse an einer partnerschaft hättest? :)
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Momo - HP - 04.01.2017, 14:22 Uhr
ach ja ich bin gut rein gekommen in das neue Jahr und du hoffentlich auch?
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KaitoTemari - HP - 03.01.2017, 09:16 Uhr
Heyho! :) Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr! Wie ich sehe, hast du in letzter Zeit auch viel zu tun >__< Geht mir leider nicht anders... LG Kaito
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TreChan - HP - 01.01.2017, 13:45 Uhr
Huhu Annis6 :3 TaT ist wieder da und wünscht Dir ein gesundes neues Jahr :3 LG Suzu und TreChan
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Yuuk - HP - 28.12.2016, 09:12 Uhr
Hey du!!! Ich wünsche dir einen Guten Rutsch <3
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Momo - HP - 26.12.2016, 12:57 Uhr
FA ist zurück liebe Annis <3 danke für deine Geduld
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MMY - HP - 24.12.2016, 04:36 Uhr
ShS wünscht Frohe Weihnachten und besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2017<3
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Melantha - HP - 08.11.2016, 16:03 Uhr
Hallo Annis6, wie gehts dir? Bei mir gibts heute ein etwas größeres Update. ^^ lg Melantha
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Nick - HP - 06.11.2016, 21:38 Uhr
Hey du! Wie schon angekündigt, haben wir uns wegen den vielen Problemen auf Taess nun eine eigene Domain zugelegt. Könntest du uns umlinken? :)
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Danny - HP - 23.10.2016, 12:21 Uhr
Oh, und ich hab soeben die Partneranfage angenommen! c:
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danny - HP - 23.10.2016, 12:17 Uhr
Die Idee für News und Ansichttemplates ist echt nicht schlecht. Hatte sowas auch mal auf meinem Blog davor angeboten (bevor Boombox auferstand). :D
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Yuumiko - HP - 13.10.2016, 11:38 Uhr
Yato natürlich <3
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Yuumiko - HP - 12.10.2016, 13:15 Uhr
Haha, ja.. Allerdings :D
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Kylie - HP - 05.10.2016, 16:49 Uhr
Die Charaktere entwickeln sich ja nach und nach. Daher kann ich dir nicht viel dazu sagen. Aber wenns soweit ist und dir jemand gefällt, kannst du entscheiden :)
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Kylie - HP - 05.10.2016, 15:17 Uhr
Das freut mich sehr ♡ würdest du lieber weibliche oder männliche Rollen sprechen? :3
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Kylie - HP - 04.10.2016, 16:54 Uhr
Aktiv suche ich keine. Ich wollte erstmal wissen wie es so ankommt. Aber ansonsten nehme ich sehr sehr gerne welche an :3
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Annis6 - HP - 23.09.2016, 06:45 Uhr
Testnachricht
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Annis6 - HP - 23.09.2016, 06:44 Uhr

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Annis6 - HP - 23.09.2016, 06:44 Uhr

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Laurie - HP - 27.08.2016, 14:39 Uhr
Das ist gewollt xD Solange es keine neuen Anmeldungen gibt, bleibt die Seite auch so frei^^
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Laurie - HP - 25.08.2016, 18:25 Uhr
Eigentlich müsste alles aktualisiert sein. Ich sehe in meinen Browser nichts von "Deine Seite".
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MMY - HP - 20.08.2016, 02:59 Uhr
Huhu P-chan^^ Es gibt ein neues Update auf Shojo Senshu. Schau doch mal vorbei <3
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Sadako - HP - 10.08.2016, 11:55 Uhr
Hallo Annis, wollen wir Partner werden? <3
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Maron Mizuki Yukishiru - HP - 06.07.2016, 19:42 Uhr
huhu^^ das Sommerevent ist heute auf Shojo Senshu gestartet. Schau doch mal vorbei <3
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lulu - HP - 01.07.2016, 06:44 Uhr
Huhuuu Annis6 <3 Es geht looos! Das Sommer Event startet heute und geht bis einschl. 10.7. Viel Spaaaasss <3
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Fin - HP - 18.06.2016, 07:43 Uhr
Huhu du kennst mich vielleicht noch von cheex =) habe aber nun ein neues Projekt vielleicht hast du ja lust mal vorbei zu schauen =)
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Miho - HP - 14.06.2016, 17:57 Uhr
finde
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Miho - HP - 14.06.2016, 17:56 Uhr
ausgesteiegen wo mit ich niemals gerechnet hätte. Und die andere ka die hat sich nicht mal ansatzweise bis jetzt dazu geäußert, was ich richtig mies
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Miho - HP - 14.06.2016, 17:56 Uhr
Ja leider, tut mir leid uns auch aber hat sich dann leider so ergebenen ... sind auch zu tief bestützt zumindestens 2-3 von uns ka die eine ist
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Miho - HP - 13.06.2016, 16:26 Uhr
Nach über 2 Jahren, schließt Windlass leider seine Tore, Vielen Dank für die schöne Zeit
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Nana - HP - 13.06.2016, 16:26 Uhr
übrigends das Layout ist voll cool! >D
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Nana - HP - 13.06.2016, 16:25 Uhr
hoi Partner <333 . Ich habe eine Bitte, könntet ihr unseren Linkstuff ändern? :3
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Yuumiko - HP - 08.06.2016, 14:29 Uhr
Huhu :) KI hat nun eine Topdomain. Ich bitte darum, mich umzulinken. Danke! <3
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Luchia - HP - 27.05.2016, 21:33 Uhr
austauschen könntest ^^ liebe Grüße Luchia
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Luchia - HP - 27.05.2016, 21:33 Uhr
Huhu^^ Wir haben ein neues Layout und passend dazu neue Linksets, da wir die alten nicht mehr benutzen, wäre es klasse wenn du unseren Button
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Sally - HP - 17.05.2016, 17:16 Uhr
HALLO ICH WILL PARTNER WERDEN
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Kylie - HP - 15.05.2016, 11:24 Uhr
Hallo Annis6, ich werde diesen Fehler später bearbeiten
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lulu - HP - 13.05.2016, 06:22 Uhr
hast recht :D Hab deine Idee ausprobiert und finde es suuper <3 Vielen Dank dafür *____*
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lulu - HP - 13.05.2016, 06:22 Uhr
Huhuuu Annis <3 Danke für deinen lieben Kommentar! :* Ich wollte ursprünglich einen komplett anderen Header für die "main Bereiche" machen, aber du
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lulu - HP - 10.05.2016, 07:09 Uhr
per Email (pinkpearl@thepinkpearl.de) erreichbar :)
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lulu - HP - 10.05.2016, 07:09 Uhr
Huhuu <3 In Skype oder Facebook bin ich nur sehr selten anzutreffen. In Hangouts bin ich dagegen fast täglich online :) Ansonsten bin ich auch
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Tee - HP - 08.05.2016, 09:00 Uhr
Love your website! Have a great weekend. :)
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Maruko - HP - 07.05.2016, 14:43 Uhr
Sehr gut! e.e
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Maruko - HP - 06.05.2016, 11:17 Uhr
*schleicht sich mal kurz rein* Hab mich mal kurz rangesetzt und hattest recht, der float war Schuld! òwó Müsste jetzt aber klappen ...? :3
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Miho - HP - 02.05.2016, 20:15 Uhr
könnte sein ... ich guck morgen mal
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Miho - HP - 02.05.2016, 10:48 Uhr
Das neue Layout ist übrigens Fein, kannte es ja Teilweise aber richtig fertig isses richtig schön geworden ^^
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Miho - HP - 02.05.2016, 10:48 Uhr
Ahh~ Ja gut ich hab kein FF nur Chrome ... muss mal schauen die Tage. Danke ^__^
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Kylie - HP - 02.05.2016, 10:46 Uhr
mir ist eben nur aufgefallen, dass die Links in der Navigation nicht angeklickt werden können
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Kylie - HP - 01.05.2016, 22:19 Uhr
Also ich muss echt sagen, dass mir dein Layout sehr gut gefällt nur geht bei mir irgendwie die Smartphone version nicht...
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Mina - HP - 01.05.2016, 16:20 Uhr
ich liebe es lol
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Mina - HP - 01.05.2016, 16:20 Uhr
ay, Annis, dass neue Lay is ja echt mega schön! Ich liebe die Switching-Option! Erinnert mich an das Switching zwischen den Hogwarts-Houses XD ach
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lulu - HP - 30.04.2016, 22:34 Uhr
Huuhuuuu <3 Die Magie Event Woche hat begonnen :D Danke für deine Teilnahme! Ich freue mich schon auf deine Updates!
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Miho - HP - 30.04.2016, 20:24 Uhr
Hab grade nochmal alles abgeguckt ... finde kein fehler XDD
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Miho - HP - 30.04.2016, 20:20 Uhr
Wo sind anzeige probleme in der Gallerie haben alles nach geprüft das ging alles
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Laurie - HP - 27.04.2016, 13:24 Uhr
Natürlich^^ Wenn ich einmal dabei bin, trag ich alles ein :D Wenn ich nichts übersehe.
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Kitty - HP - 22.04.2016, 18:49 Uhr
Wow das Layout sieht echt ur geil aus *Q* Hast du toll hinbekommen ^.^ Ach ne Frage, ist Random GFX gelöscht? Weil der Link nicht mehr funktioniert.
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Momo - HP - 20.04.2016, 05:56 Uhr
den Layoutwechsel finde ich auch echt nice ^^
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Momo - HP - 20.04.2016, 05:56 Uhr
ich finde das neue Layout sehr gelungen!!! <3 und der Story auch sehr angemessen und passend ^^ dieses Schlichte gefällt mir total ^^
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